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Da sieht die Realität dann doch etwas anders aus

In der Realität müssen Jurastudenten immer noch Jahre lang büffeln um die Fülle des Stoffes zu meistern und haben auch nur in den aller seltensten Fällen auch nur ansatzweise so etwas wie ein fotografisches Gedächtnis. Gut für die, die es haben. Allerdings ist es damit noch lange nicht getan. Denn die hartnäckig gehaltene Vorstellung, dass Juristen nur Paragrafen auswendig lernen, ist so abwegig wie kaum sonst etwas auf der Welt. Denn mit dem Auswendiglernen einzelner Sätze, was Paragrafen nun einmal sind, hat man noch lange kein juristisches Können erlangt. Denn die Hautproblematik liegt hier immer noch im Verständnis und deren hoch komplizierte Anwendung. In Fachkreisen nennt man das Subsumtion. Da hilft auch das fotografischste Gedächtnis aller Zeiten nicht viel. Ich finde man könnte diese Fehlvorstellung auch langsam einmal aus der Welt schaffen. Vielleicht würden ja T-Shirts von Shirt-Tec.de helfen die Sache ein für alle Mal klar zu stellen. Mit Aufschriften wie „Ich kann mehr als Paragrafen zitieren“. Oder so etwas Ähnliches. Denn ich finde, dieser Beruf wird extrem verkannt. Auch reicht es nicht, dass man in ulkigen, schon fast peinlichen Perücken in einen Gerichtssaal flaniert und damit die Herzen der Nation und der Richter erobert. In einem echten Gerichtssaal muss man nämlich tatsächlich viel leisten. Den Bogen zwischen Gesetz und gesundem Menschenverstand spannend ist die hohe Kunst des Anwaltsberufs. Und das ist oftmals gar nicht so einfach. Summa summarum, sollte man sich dann doch etwas kritischer mit den Vorstellungen der ganzen Serien auseinander setzen und sich vielleicht wirklich einmal die Realität genauer anschauen.

13.5.14 07:42

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