Jennifer Ackermann Blog

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Da sieht die Realität dann doch etwas anders aus

In der Realität müssen Jurastudenten immer noch Jahre lang büffeln um die Fülle des Stoffes zu meistern und haben auch nur in den aller seltensten Fällen auch nur ansatzweise so etwas wie ein fotografisches Gedächtnis. Gut für die, die es haben. Allerdings ist es damit noch lange nicht getan. Denn die hartnäckig gehaltene Vorstellung, dass Juristen nur Paragrafen auswendig lernen, ist so abwegig wie kaum sonst etwas auf der Welt. Denn mit dem Auswendiglernen einzelner Sätze, was Paragrafen nun einmal sind, hat man noch lange kein juristisches Können erlangt. Denn die Hautproblematik liegt hier immer noch im Verständnis und deren hoch komplizierte Anwendung. In Fachkreisen nennt man das Subsumtion. Da hilft auch das fotografischste Gedächtnis aller Zeiten nicht viel. Ich finde man könnte diese Fehlvorstellung auch langsam einmal aus der Welt schaffen. Vielleicht würden ja T-Shirts von Shirt-Tec.de helfen die Sache ein für alle Mal klar zu stellen. Mit Aufschriften wie „Ich kann mehr als Paragrafen zitieren“. Oder so etwas Ähnliches. Denn ich finde, dieser Beruf wird extrem verkannt. Auch reicht es nicht, dass man in ulkigen, schon fast peinlichen Perücken in einen Gerichtssaal flaniert und damit die Herzen der Nation und der Richter erobert. In einem echten Gerichtssaal muss man nämlich tatsächlich viel leisten. Den Bogen zwischen Gesetz und gesundem Menschenverstand spannend ist die hohe Kunst des Anwaltsberufs. Und das ist oftmals gar nicht so einfach. Summa summarum, sollte man sich dann doch etwas kritischer mit den Vorstellungen der ganzen Serien auseinander setzen und sich vielleicht wirklich einmal die Realität genauer anschauen.

1 Kommentar 13.5.14 07:42, kommentieren

Doch ist es in der Realität auch so?

Meistens gibt es noch irgendeine persönliche große Story drum herum und die Anwälte in den Serien sind meistens dann entweder verkannte Genies, mit einem fotografischen Gedächtnis, die Jura innerhalb weniger Tage „auswendig“ lernen, wie in Suits. Oder es sind Hausfrauen, die sich den Weg zurück in die Spitzenkanzlei bahnen, um ihren Mann, den hochangesehenen Politiker nach seiner Affaire wieder „rein zu waschen“. Oder eben zwei notorisch cholerische Chauvinisten, die scheinbar vor Gericht nichts anderes tun müssen, als einfach nur anwesend zu sein und jeder Prozess wird garantiert gewonnen. Denn viel mehr habe ich Allen Shore und Denny Crane noch nie sagen hören oder tun sehen, wenn ich ehrlich bin. In einer Folge trat er mit einer mittelalterlichen Perücke auf und postulierte irgendetwas von Patriotismus und hat prompt alle mit seinem Auftritt von der Unrechtsmäßigkeit des Staates Kanadas überzeugt.

10.5.14 05:30, kommentieren

Mal etwas genauer nachgefragt

Es gibt Berufe, von denen hat komischerweise immer jeder eine ganz bestimmte Vorstellung, obwohl man nie selbst als ein solcher, oder eine solche, gearbeitet hat. Da manifestieren sich die Vorstellungen und Klischees aus Erzählungen oder einfach nur aus der eigenen Fantasie heraus. Wahrscheinlich wird auch vieles von Filmen und Serien vermittelt und alles etwas luxuriöser, spannender und vor allem actionreicher dargestellt, als dies wohl in Wirklichkeit der Fall ist. Nehmen wir beispielsweise den Beruf des Anwalts. Man kennt sie ja alle die Serien wie „Suits“ oder „Good Wife“, am aller bekanntesten wohl immer noch „Boston Legal“. Da wird geanwaltet was das Zeug hält.

7.5.14 07:19, kommentieren